Vater Staat baut mit - Förderungen für den Hausbau

Deutschland ist ein Land der Mieter, weniger als die Hälfte der Bundesbürger lebt in den eigenen vier Wänden. Viele Menschen würden sich in der Niedrigzinsphase den Traum von der Immobilie verwirklichen, wenn da nicht die teilweise exorbitant gestiegenen Kosten für den Bau oder Erwerb von Wohneigentum wären. Die Baukosten aber muss niemand alleine tragen - vom Staat gibt es maßgebliche Unterstützung. "Öffentliche Förderungen sollten Teil jeder Finanzierungsstrategie sein", rät Florian Haas, Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende. 

1. KfW-Anträge rechtzeitig stellen


Die staatseigene KfW zählt zu den wichtigsten Förderquellen für Bauherren. Das Programm "Energieeffizient bauen" unterstützt mit zinsgünstigen Krediten und Tilgungszuschüssen Häuslebauer, deren Immobilien bestimmten energetischen Standards entsprechen. Der Antrag auf einen KfW-Kredit muss vor Beginn des Vorhabens bei der Hausbank gestellt werden. Informationen zu den KfW-Programmen finden Sie hier: https://www.hausbauberater.de/bauwissen/kfw-foerderprogramme-hausbau-sanierung

2. Bundesländer, Kommunen, Kirchen: Bedingungen sehr unterschiedlich


Deutschland ist ein föderaler Staat - entsprechend unterschiedlich sind die Bauförderprogramme der Bundesländer für die selbst genutzte Immobilie. Meist handelt es sich um zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse. Diese werden auch von vielen Städten und Gemeinden vergeben, die Kommunen verfügen zudem häufig über vergleichsweise günstigeres Bauland. Was viele nicht wissen: Auch die großen Kirchen unterstützen Familien beim Erwerb von Baueigentum, etwa durch Grundstücke im Erbbaurecht oder durch Darlehen. 

3. Baukindergeld: 24.000 Euro für eine Familie mit zwei Kindern


Beim Baukindergeld ergibt sich bei zwei Kindern eine Förderung von insgesamt 24.000 Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren. Anträge bei der KfW können Familien stellen, die erstmals selbstgenutztes Wohneigentum erwerben oder bauen und bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten.

4. Von der BAFA gibt es auch Geld für den Neubau


Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert in seinem Marktanreizprogramm die Nutzung erneuerbarer Energien für die Wärmeerzeugung. Auch Häuslebauer können davon profitieren. Siehe https://www.hausbauberater.de/bauwissen/neue-foerderung-des-bafa-fuer-hausbesitzer.


5. Wohn-Riester


Zulagen und Steuervorteile kann man sich mit dem Wohn-Riester für die selbst genutzte Immobilie sichern. Die maximale Förderung gibt es, wenn vier Prozent des Vorjahres-Brutto-Einkommens in einen Riester-Vertrag fließen.

6. Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage


Mit der Wohnungsbauprämie werden vor allem Beiträge an Bausparkassen bezuschusst. Die Arbeitnehmersparzulage gibt es, wenn vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers oder Teile des Gehalts etwa in einen Bausparvertrag investiert werden.


Mehr Infos gibt es unter www.finanzierungsschutz.de.



Foto: djd/Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende/shutterstock