Mediation lohnt sich auch bei Streitigkeiten am Bau

Egal wie gut ein Bauvorhaben auch vorbereitet ist: Im Laufe der Bauzeit können immer wieder Differenzen und Streitigkeiten mit dem ausführenden Unternehmen entstehen. Neben Mängeln oder Ausführungsfehlern liegen die Gründe hierfür meist in unpräzisen Formulierungen von Bauvertrag und Baubeschreibung. "Um unnötige Streitigkeiten und Missverständnisse zu vermeiden, sollten Bauherren von Anfang an darauf achten, dass der gesamte Leistungsumfang und dessen Qualität im Vertragswerk genau definiert sind. Dies gilt insbesondere für die Baubeschreibung und die darin vereinbarten Leistungen", erklärt Florian Haas, Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V. Bauherren, die sich der Beurteilung des Vertragswerkes von vornherein nicht gewachsen sähen, sollten sich nicht davor scheuen, bereits bei der Vertragsverhandlung die sachverständige Hilfe eines unabhängigen Bauberaters oder Fachanwalts zu suchen. Siehe auch www.hausbauberater.de/pruefung-der-baubeschreibung.


Streit kostet Nerven und Zeit


"Ist der Streitfall dennoch eingetreten, sollte man die Situation nicht eskalieren lassen", empfiehlt Florian Haas. Ein Rechtsstreit berge nicht nur unvorhersehbare Kosten, sondern führe zumeist auch zu erheblichen Verzögerungen im Bauvorhaben - von der psychischen Belastung ganz zu schweigen. Die Schutzgemeinschaft (www.finanzierungsschutz.de) beispielsweise bietet ihren Mitgliedern selbst zwar keine Rechtsberatung, aber eine sogenannte Rechtsschutzversicherung Baumediation an. Diese nimmt im Ernstfall die Dienste eines Kooperationsnetzwerks in Anspruch, zu dem erfahrene Baumediatoren und Baufachanwälte gehören. 


Mediation wird immer beliebter


Streitigkeiten im Rahmen eines Bauvorhabens werden immer häufiger außergerichtlich mithilfe einer Mediation beigelegt. Fachleuten zufolge liegt die Erfolgsquote bei 70 bis 90 Prozent. "Dieser Erfolg erklärt sich aus dem Wunsch aller Beteiligten, unbedingt ein gerichtliches Verfahren vermeiden zu wollen", so Florian Haas. Denn Streitigkeiten um Bauschäden seien von keiner deutschen Rechtsschutzversicherung abgedeckt und könnten schnell richtig teuer werden.


Wissen, was zu tun ist


Bei Baustreitigkeiten ist es immer besser, wenn man Fakten auf den Tisch legen kann. Dies gilt insbesondere, wenn während oder nach der Bauzeit ein Schaden am Eigenheim auftritt. Nur die wenigsten Bauherren wissen, was dann zu tun ist. Die Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende etwa bietet ihren Mitgliedern für den Fall der Fälle über die Kooperationspartner TÜV Süd und den Verein zur Qualitätskontrolle am Bau e.V. (VQC) kompetente und professionelle Schadensgutachten von erfahrenen Bausachverständigen an. Der Schaden wird von einem unabhängigen Baugutachter für Baumängel und -schäden aufgenommen und nach den anerkannten Regeln der Bautechnik beurteilt. Auf dieser Grundlage werden die nächsten Schritte zur Schadenbeseitigung bestimmt.

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Foto: djd/Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende/thx