Heizen mit Gas

Man könnte meinen, dass es einfach sei, einen Raum zu beheizen. Doch dem ist nicht so. Es gibt viele verschiedene Methoden einen Raum zu beheizen. Diese hohe Anzahl ermöglicht es, für jeden Raumtyp durch die passende Heiztechnik die idealste Heizlösung zu finden. Nutzen Sie die Zeit und informieren sie sich jetzt. 


Moderne Gas-Brennwertheizungen


Moderne Gasheizungen arbeiten deutlich effizienter. Ein aktueller Gaskessel mit Brennwerttechnik arbeitet beispielsweise weitaus energiesparender als alte Niedertemepratur- oder Standardkessel. Es werden ungefähr 10-30 % gespart. Darüber hinaus lassen sich Gasheizungen auch besonders kompakt und einfach überall im Haus aufstellen. Im Wohnraum und im Dachgeschoss ist die Aufstellung generell unproblematisch. Auch von den Anschaffungskosten her sind Gasheizungen am preiswertesten, solange ein Gasanschluss vorliegt oder keine großen Entfernungen für den Gasanschluss überbrückt werden müssen. 


Gas-Infrarotheizungen

In der Industrie hingegen werden häufig Gas-Infrarotheizungen benutzt. Diese findet man außerdem oft auf Terrassen, in einem Stadion, in einer Kirche oder in einer Werkstatt. Man unterteilt Gas-Infrarotheizungen in zwei Kategorien: Hellstrahler und Dunkelstrahler.

  • Hellstrahler
    Hellstrahler geben ihre Infrarotstrahlungen überwiegend über ihre hell leuchtenden, keramischen Brennerplatten ab. Oft besitzt ein Hellstrahler eine Drüse durch welche das Gas strömt, sowie Verbrennungsluft in den Hellstrahler strömt. Innerhalb eines Hellstrahlers bildet sich ein homogenes Gas-Luftgemisch. Dieses wird mittels Leitblechen in Richtung der perforierten Brennerplatten befördert. In jeder dieser Brennerplatten befinden sich ca. 3600 Bohrungen, durch welche das Gemisch strömt. Durch Zündung verbrennt dies dann unterhalb der Plattenoberfläche und erhitzt diese auf ca. 950 °C.

  • Dunkelstrahler
    Dunkelstrahler hingegen geben ihre Infrarotstrahlungen über ihre langen, dunklen Stahlrohre ab. Innerhalb des Stahlrohres erzeugt ein Brenner eine laminare Flamme, die das Stahlrohr erwärmt und auf Temperaturen von bis zu 580 °C bringt. Am Ende eines Dunkelstrahlers ist ein Abgassystem montiert, welches die Verbrennungsabgase ins freie leitet. 

Hell- und Dunkelstrahler unterscheiden sich in ihrer Bauform, Strahlungsintensität, Betriebstemperatur und der zugeführten Strommenge. Hellstrahler müssen zudem meist mit einem Berührungsschutz ausgestattet werden, da durch die hohen Temperaturen Verbrennungsgefahr besteht. Dunkelstrahler haben hingegen einen wesentlichen Vorteil. Bei ihnen fällt nicht nur die Brand- und Verbrennungsgefahr fast komplett weg, sondern sie  lassen sich optisch viel besser integrieren. Sie können aufgrund einer Modellvielfalt in fast jedem Bereich eingesetzt werden. Der große Nachteil der Dunkelstrahler ist allerdings, dass sie fast das Fünffache von Hellstrahlern kosten können. 

Kauft man Hellstrahler sollte man beim Kauf auf die Sicherheit achten. Aufgrund der hohen Temperaturen und der damit verbundenen Brand- und Verbrennungsgefahr sollte man besonders auf Abschaltautomatik, Überhitzungsschutz und eventuell einen Thermostat und einen Timer geachtet werden. Bei Standgeräten sollte zusätzlich auf einen Kippschutz geachtet werden.