Pelletheizung und staatliche Förderung

Für die Nutzung regenerativer Energieträgern sind Pellets seit einigen Jahren eine Option. Viele Bauinteressenten fragen uns, wie eine Pelletheizung funktioniert und woher die Pellets eigentlich kommen. Zum Thema Pelletheizungen gibt es viele positive und negative Aussagen über die Vorteile und Nachteile dieser Heizungsart.

Wie funktioniert das Pellet System?


Um das Haus mit Pellets zu beheizen, ist es notwendig, dass ein entsprechender Pelletofen gekauft wird. Die Preise für eine Pelletheizung beginnen im Netz bei etwa 800 Euro und liegen häufig bei 1.000 bis 1.500 Euro je Ofen. In diesem Ofen werden die Pellets verbrannt. Zusätzlich ist ein Tank vonnöten, aus dem Pelletheizung mit dem Brennstoff gespeist wird. Die Pellets werden mittels voll automatisiertem Pelletsystem in den Ofen gebracht. Pellets bestehen aus Restholz, welches ohne Zusatz von Chemie bei einem sehr hohen Druck gepresst wurde. Das Restholz ist sehr trocken und verbrennt ziemlich sauber. 


Staatliche Förderung für die Installation einer Pelletheizung

Die Basisförderung durch den Staat liegt bei 80 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, so die Homepage des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Dabei muss es sich um eine automatisch beschickte Anlage handeln, die über eine Leistungs- und Feuerungsregelung sowie eine automatische Zündung verfügt. Die Fördermittel liegen je nach Pelletofen oder Kessel im Bereich von 2.000 bis 3.500 Euro. Zur genauen Nutzung der Fördermittel sollte ein Fachbetrieb konsultiert werden, oder beim entsprechenden Amt nachgefragt werden.

So werden Pellets in Deutschland produziert


Bei Pellets handelt es sich um Holzspäne und Reste, die bei der Verarbeitung von Bäumen anfallen. Das verwendete Holz stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft und kann regional genutzt werden. Die Holzreste müssen erst gesiebt und getrocknet werden. Direkt danach erfolgt eine Pressung über eine Matrize bei starkem Druck. Die hier entstehenden hohen Temperaturen tragen dazu bei, dass Lignin, ein natürlicher Bestandteil des Holzes entweicht. In Anschluss kann das Pellet abgekühlt und verpackt werden.

Sind Pellets wirklich klimaneutral?


Es gibt viele Aussagen darüber, dass Pellets klimaneutral sind, aber auch einige Experten, die der Meinung sind, dass dies nicht zutrifft. In der Praxis muss auf die Produktion der Pellets geachtet werden. Der verwendete Baum würde im natürlichen Prozess irgendwann verfaulen und das vorhandene CO2 lagert sich irgendwann im Boden an (Fachbegriff: CO2-Senke). Sollte ein Baum nicht natürlich zersetzt werden, sondern verbrannt werden, wird jedoch mehr CO2 freigegeben, als es im natürlichen Prozess der Fall ist. Die Energiebilanz ist also nicht vollkommen neutral. Ergänzt werden muss jedoch, dass im natürlichen Prozess die CO2-Senke des Baumes mit zunehmendem Alter des Waldes abnimmt. Siehe auch www.hausbau-berater.de.