Nachträglich einen Schornstein einbauen

Für viele Bauinteressenten stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, einen das Haus mit einem Schornstein ausführen zu lassen, um einen Kamin zu betreiben. Während diese Überlegung für den einen aus Kostengründen erforderlich ist, kann sich ein anderer diese Frage auch aus Gründen der Planung stellen. Ein Schornstein erfordert Platz und oft, meistens im Obergeschoss, auch ausgerechnet da, wo man ihn lieber für die Möbel nutzt. In vielen Fällen wird dann eine Entscheidung getroffen und nicht selten wird der Schornstein zunächst einmal von der Wunschliste gestrichen.
Was ist aber, wenn man nach ein paar Jahren eben diese Entscheidung bereut? Gemütlich lodernde und knisternde Flammen versprechen angenehme Stunden zu zweit oder im Kreis der Familie.


Der nachträgliche Einbau eines Kaminzuges


Der nachträgliche Einbau eines Kaminzuges sieht auf dem ersten Blick nach einem einfachen Unterfangen aus. Der Hausherr muss aber sehr darauf achten, dass die vom Gesetzgeber vorgegebenen Brandschutzauflagen erfüllt werden. Um sich über das Thema Kamin und gesetzliche Vorschriften zu informieren, sollte man sich immer mit dem örtlichen Schornsteinfeger in Verbindung setzen. Nur der Schornsteinfeger ist immer auf dem aktuellen Stand, welche Brandschutzauflagen aktuell gelten.

Für den nachträglichen Einbau eines Schornsteins empfehlen wir unseren Bauherren den Edelstahl-Schornstein-Bausatz. Dieser wird direkt an der Fassade eines Hauses montiert. Der Schornsteinbausatz aus Edelstahl besteht diesen Komponenten:
  1. Das keramische Profilinnenrohr
    Das keramische Profilinnenrohr ist nicht nur hochtemperaturbeständig, es ist auch ausbrennsicher und widerstandsfähig gegen Korrosion und Kondensation.
    Wichtig: Der Edelstahl-Schornstein-Bausatz ist nur für Öfen geeignet, in denen Scheitholz verbrannt wird. Er erfüllt auch sämtliche Auflagen für die Nutzung anderer fester Brennstoffe wie z. B. Pellets.
  2. Die zweite Schale
    Bei der zweiten Schicht dieses Schornsteins handelt es sich um eine durchgehende Schicht aus Mineralfaserdämmstoff mit einer Stärke von 60 mm.
  3. Der Außenmantel
    Die äußere Schicht des Edelstahl-Schornstein-Bausatzes ist aus hochglänzendem Edelstahl gefertigt. Zudem ist der Außenmantel des Bausatzes korrosionsbeständig.

Edelstahl-Schornsteine im Bausatz werden in der Regel nach der Elementbauweise produziert. Dabei werden die einzelnen Elemente in unterschiedlichen Größen gefertigt, damit die Schornsteinhöhe individuell an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden kann.


Die Wanddurchführung zwischen Schornstein und Kamin


Die Feuerverordnung DIN V18160-12006.01 regelt genau, wie die feuerfeste Wanddurchführung zwischen Schornstein und Kamin auszusehen hat.  So muss der Abstand zwischen brennbaren und nicht brennbaren Baustoffen mindestens 20 cm betragen. Des Weiteren muss eine ständige Belüftung dieses Bereichs gewährleistet sein bzw. der Bereich darf nur mit Baustoffen, die eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen, versiegelt werden. Auf dem Markt gibt es mittlerweile verschiedene bauaufsichtlich geprüfte Wanddurchführungen für die unterschiedlichsten Schornsteinsysteme. Diese erfüllen die Anforderungen der Feuerschutzverordnung bei maximaler Oberflächentemperatur während des Betriebs genauso wie im Falle eines Rußbrandes. Viele dieser Elemente können aufgrund Ihrer Montagefreundlichkeit glänzen.

Tipp:
Die optimale Position der Wanddurchführung sollte aus Sicherheitsgründen von einem Techniker bestimmt werden. Für den Aufbau des Schornsteins und der Umsetzung der Wanddurchführung samt der anschließende Verbindung ist es ebenso ratsam, einen Fachmann in Anspruch zu nehmen. Und das unabhängig davon, ob der Kaminofen an einem vorhandenen oder einem neu gebauten Schornstein angeschlossen werden soll.

Luftzufuhr und Reinigungsöffnung
Weitere Vorschriften gibt es bezüglich der nötigen Luftzufuhr und der Reinigungsöffnung. Über diese kann man sich beim örtlichen Schornsteinfeger informieren.