Kamin: Heizkostenoptimierer und Garant für Gemütlichkeit

Feuer fasziniert die Menschen schon seit vielen Jahrtausenden. Während in der Vergangenheit das Feuer eher einen praktischen Zweck hatte, gilt es heute, dessen Effektivität gekonnt auszunutzen. Optik, Verbrennungstechnik und Bedienung spielen ebenso eine Rolle. Vor allem während der Übergangszeit von Frühling auf Sommer oder von Sommer auf Herbst ist der Holzofen eine gute Möglichkeit, um Heizkosten zu reduzieren und die Umwelt deutlich zu entlasten.

Ein Rechenbeispiel:
1 kg an der Luft getrocknetes Holz besitzt einen Energiegehalt von 4 kWh. Mit 2,5 Kg Holz kann nicht nur ein Liter Heizöl gespart werden, auch die Umwelt wird mit 3,2 kg weniger Kohlendioxid belastet. 

Doch damit die Heizkosten wirksam reduziert werden können, muss eine effiziente und moderne Feuerstelle geplant werden. Doch Effizienz ist in diesem Moment Ansichtssache bzw. hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab. Sind die Bewohner eines Hauses tagsüber nicht zu Hause, ist abends eine schnelle Wärmeabgabe vonnöten. Moderne Kaminsysteme, ob Kaminofen, Warmluft-Kachelofen oder ummauerter Heizkaminofen, erfüllen heute alle diese Bedingungen.


Kamine – die Qual der Wahl


Geht es um Kamine, ist die Auswahl groß, dabei hängt die richtige Auswahl oft von den örtlichen Gegebenheiten wie auch den persönlichen Umständen ab. So nutzen Mieter eher einen Kaminofen, da er einfach aufgebaut werden kann. Solch ein Kamin kann ebenso problemlos bei einem Umzug mitgenommen werden. Zwar haben moderne Kaminöfen nur einen Wirkungsgrad von etwas mehr als achtzig Prozent, doch handelt es sich hierbei um eine sehr gute Energieeffizienz.
Ist es geplant, einen Kamin desöfteren zu nutzen, um damit die Zentralheizung vor allem während der kalten Jahreszeit zu entlasten, sind Grund- bzw. Kachelöfen die bessere Wahl, da diese die Wärme effektiv speichern können. Will man keine fest eingebaute Feuerstätte, ist der Dauerbrandkaminofen mit integrierter automatischer Abbrandregelung eine gute Alternative.  Auch der Pelletofen hat gewisse Vorteile zu bieten. Dieser läuft autark. Der Ofen kann abhängig von der Außentemperatur selbstständig auf das Brennmaterial innerhalb seines Vorratsbehälters zurückgreifen, damit die Wohnung oder das Haus schön warm wird.


Kamin – offen oder geschlossen?


Das Spiel der Flammen eines offenen Kamins ist kaum zu übertreffen, doch wer einen Kamin zur Unterstützung der Zentralheizung sucht, hat mit dieser Art Kamin die falsche Wahl getroffen. Der offene Kamin hat modellabhängig gerade mal eine Heizleistung zwischen fünfzehn und dreißig Prozent. Der Rest der Heizenergie geht über dem Abzug verloren. Zudem muss der offene Kamin während des Betriebs immer beaufsichtigt werden. Hat man Kinder, ist der offene Kamin natürlich eine Gefahrenquelle.
Beim Heizkamin bzw. geschlossenen Kamin ist das anders. Auf den ersten Blick erkennt man zwar, dass der Heizkamin eine Nachbildung des klassischen Kamins ist, jedoch ist ist dieser Kamin wesentlich sicherer. Der Heizeinsatz ist aus Stahl bzw. Gusseisen gefertigt und kann durch eine feuerfeste Keramikglastür verschlossen werden. Ein Umstand, der die Effektivität des Kamins um ein Wesentliches steigert. Die Wärmeleistung bei dieser Art Kamin bewegt sich bei gut 70 Prozent. Trotz anderem Innenleben bleibt die Atmosphäre züngelnder und knisternder Flammen beim geschlossenen Kamin erhalten. 
Eine ähnlich hohe Heizleistung haben Kachel- oder geschlossene Kaminöfen. Hinzu kommt, dass den für den Kachelofen verwendeten Specksteinen bzw. Keramikelementen wärmespeichernde Eigenschaften nachgesagt werden. Daher strahlen der Kachelöfen noch einige Zeit, nachdem das Feuer im Ofen abgebrannt ist, wohlige Wärme aus.


Der Kamin als Deko-Element


Da der offene Kamin nur eine geringe Heizleistung zu bieten hat und einen verhältnismäßig hohen Pflegeaufwand einfordert, verlor er als Wärmequelle ziemlich schnell an Bedeutung in der modernen Zeit. Heute ist der offene Kamin eher als Prestigeobjekt anzusehen, denn das züngelnde knisternde Flammenspiel schafft die perfekte Atmosphäre, um mit seinem Partner ein Glas Wein zu trinken oder gar alleine ein gutes Buch zu lesen. Natürlich verspricht der offene Kamin auch gemütliche Stunden im Kreis der Familie.
Wer die Atmosphäre offener Flammen schätzt, den hohen Pflegeaufwand eines offenen Kamins bzw. die hohen Kosten eines nachträglichen Einbaus scheut, hat zwei Alternativen zur Auswahl: den Ethanol-Kamin und den Elektrokamin. 
Für den Betrieb eines Elektrokamins ist eine Steckdose völlig ausreichend. Ein Schornstein ist nicht nötig. Zudem ist man weder auf einem Schornsteinfeger angewiesen, noch muss man Holz machen oder Verbrennungsrückstände beseitigen.