Immobilienbesitzer im Alter: So sichert man sich den Verbleib im Eigenheim

Im Alter soll alles geregelt sein - vor allem Immobilieneigentümer haben das Bedürfnis, für die Zukunft so genau wie möglich zu planen. Sie wollen vorsorgen für den Tag, an dem sie nicht mehr ohne fremde Hilfe allein in den eigenen vier Wänden leben können.


Sichere Regelungen gelingen nur selten


Sechs von zehn Rentnern werden daher aktiv und versuchen, für sich ein Stück Sicherheit zu schaffen. Ihr Ziel ist es dabei, so lange es nur geht, in der vertrauten Umgebung zu bleiben. Lediglich neun Prozent haben schon mal mit dem Gedanken gespielt, ihr Eigenheim zu verkaufen. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Deutschen Leibrenten Immobilien AG gemeinsam mit dem Institut für Versicherungswissenschaft an der Universität zu Köln. Allerdings gelingt es nur selten, wirklich sichere Regelungen für den Verbleib in der eigenen Immobilie zu finden. Unter anderem, weil viele Senioren ihre Angelegenheiten überwiegend ausschließlich im Familienkreis regeln und auf die professionelle Unterstützung - beispielsweise durch notarielle Vereinbarungen - verzichten, wie die Studie zeigt.


Rentner unterschätzen Immobilienkosten im Alter


Ein zweiter wichtiger Grund, warum sich vermeintlich sichere Regelungen oft als Trugschluss erweisen: Viele Rentner unterschätzen die Kosten, die im Alter auf sie zukommen. Oft ist das Geld zu knapp kalkuliert. Unerwartete Aufwendungen für Instandhaltung des Eigenheims, medizinische Behandlungen oder für eine Pflegekraft werden nicht ausreichend berücksichtigt. "Es gilt für Senioren, gerade auch wenn sie im eigenen Heim bleiben möchten, rechtzeitig Kassensturz zu machen und professionell zu planen", empfiehlt Prof. Dr. Heinrich Schradin von der Universität zu Köln.


Lebenslanges Wohnrecht und monatliche Leibrente


Ein möglicher Weg für die Senioren, den Verbleib in der eigenen Immobilie sicherzustellen, ist die Leibrente. Dabei verkaufen die Senioren ihr Haus oder ihre Wohnung und bekommen im Gegenzug ein lebenslanges mietfreies Wohnrecht sowie eine monatliche Leibrente. "Ein Modell, das gerade auch für sicherheitsorientierte Menschen interessant ist", sagt Friedrich Thiele, Vorstand der Deutschen Leibrenten Immobilien AG. Denn das mietfreie Wohnrecht und die monatliche Leibrentenzahlung werden notariell verankert und im Grundbuch eingetragen. "Mehr Sicherheit für den Verbleib im eigenen Heim gibt es nicht. Und mit dem Geld aus der Leibrente kann bei Bedarf auch noch eine Pflegekraft für zuhause gezahlt werden", so Thiele.
Unter www.deutsche-leibrenten.de gibt es weitere Informationen.


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