Tipps für die Erstreinigung vom Neubau

Die Grobreinigung wird in aller Regel vom Bauunternehmen noch vor der Hausübergabe übernommen. Es handelt sich bei dieser Reinigung um eine grobe Vorreinigung des Bauobjekts. Dabei wird Bauschmutz zum größten Teil entfernt. In den Baubeschreibungen bezeichnet man dies oft als besenrein. Für Bauherrn bedeutet dies, dass noch Reinigungsarbeiten vor dem Erstbezug zu zu erledigen sind. 
Selbst wenn Sie ein professionelles Reinigungsunternehmen mit der Erstreinigung Ihres Bauobjekts  beauftragen, werden noch letzte Korrekturen selbst durchzuführen sein.


Feinarbeiten in der neuen Wohnung


Vor dem Bezug eines neuen Objekts fällt eine Menge Arbeit an. Auch, wenn der grobe Bauschmutz bereits entfernt wurde, bleiben noch viele Dinge in den neuen Wohnräumen zu tun. Die Grundreinigung vor Einzug in den Neubau ist jedoch in den meisten Fällen keineswegs schnell abgetan. Lack- und Farbspritzer, Reste von Etiketten, Rückstände von Fugenmasse und Zement, aber auch eine ganze Menge Staub stellen die neuen Bewohner vor eine große Herausforderung.


Reinigung der neuen Fenster


Je nach Vorarbeit müssen die Fenster gründlich gereinigt werden. Hierbei gibt es einige Punkte zu beachten, denn streifenfreies Fensterputzen erfordert etwas Können – ordentliches Fensterputzen will richtig angegangen werden. Damit das Endergebnis auch zufriedenstellend ist, sollten schon die Putzutensilien gut ausgewählt sein. Es ist zu empfehlen hochwertige Tücher beziehungsweise Putzlappen zu verwenden. Diese sollten nicht fusseln und nicht zu viel Flüssigkeit aufnehmen: Mikrofasertücher oder auch Lederlappen liefern sehr gute Ergebnisse. Rahmen und die Fensterbänke sollten zunächst vom groben Schmutz befreit werden. Die Rahmen können mit ein wenig neutralem Reiniger und Wasser vom Dreck befreit werden. Die Fensterbank kann mit Kehrschaufel und Besen oder einem Staubsauger vorbereitet werden. Ein kabelloser Akku-Handstaubsauger ist hier besonders praktisch. Im Anschluss kommt auch hier der Wassereimer vom Fensterrahmen zum Einsatz. Für das Glas sollte frisches Wasser verwendet werden. So vermeidet man erste Kratzer auf der Scheibe durch groben Schmutz vom Fensterumfeld. Ein Tipp der Hausfrau: Fenster mit alten Zeitungen für Streifenfreiheit nachwischen. 


Hartboden Reinigung


Dem neuen Bodenbelag ist besondere Aufmerksamkeit zu widmen – je nach Art des Belages muss im Vorfeld das richtige Putzmittel ausgewählt werden. Eventuelle Fugenmasse-Rückstände auf Fliesen, beziehungsweise Silikonreste an den Rändern, müssen ganz besonders vorsichtig entfernt werden, jedoch sollten in keinem Fall scharfe Flüssigkeiten zum Einsatz kommen. Am Besten ist es immer spezielle Lösungsmittel für derlei Probleme zu verwenden, da deren Inhaltsstoffe auf den Hartboden abgestimmt sind. Zementschleierentferner hilft bei den Rückständen der Fugenmasse und spezieller Silikonentferner erleichtert die Arbeit beim Entfernen von Silikonresten. Auf Laminat- oder Parkettboden sollten die Hilfsmittel jedoch zunächst an einer unauffälligen Stelle getestet werden, falls Veränderungen am Material stattfinden. Grober Schmutz sollte immer mit einem Staubsauger entfernt werden, damit später beim Wischen keine groben Partikel die Oberfläche des Bodens zerstören. Moderne Akku-Staubsauger bieten inzwischen die gleiche Saugkraft, wie herkömmliche Geräte, können jedoch auch fernab von Steckdosen verwendet werden, falls die Bauarbeiten noch nicht komplett abgeschlossen sind. Im Akkusauger Test von Staubsauger-mit-Akku.de werden die aktuellen Testsieger verglichen.


Teppichboden Reinigung


Besteht der neue Bodenbelag aus Teppich, ist Vorsicht geraten: Ein neu verlegter Teppich muss ganz besonders vorsichtig gesäubert werden. In der Regel reicht das gründliche Staubsaugen aus – hier sollte darauf geachtet werden, dass sehr grober Schmutz vorher aufgelesen wird, damit die Teppichfasern beim Saugen nicht beschädigt werden. Ebenso sind auch hier scharfe Reinigungsmittel zu vermeiden. Sind bereits Flecken im Teppich können diese vorsichtig mit ein wenig Verdünnerlösung großflächig entfernt werden, übertriebenes Reiben und Wischen ist jedoch zu vermeiden. Generell sollten Flecken immer erst einmal vorsichtig entfernt werden. Mit Verdünnerlösung beispielsweise kann man einiges beheben. Jedoch sollte man sie nicht übertrieben einsetzten bzw. nicht auf allen Flächen verwenden. Ein Test an einer unauffälligen Stelle hilft dabei herauszufinden, ob die Lösung geeignet ist. Sollten die Verschmutzungen sehr massiv und durch einen Handwerker verursacht wurden sein, helfen Fotos für einen etwaigen späteren Versicherungsfall. Ein spezieller Teppichreiniger oder Polsterreiniger ist die sanfteste Variante, wenn die Reinigung mit dem Staubsauger nicht ausgereicht hat. Im Praxistest prüfte der NDR die Reiniger für Teppichböden auf ihre Tauglichkeit.


Flecken, Lack- und Klebereste beim Neubau


Flecken, in welcher Form auch immer, treten insbesondere in einem Neubau immer wieder auf. Im Nachhinein stellt man hier und da Dinge fest, die nicht ordnungsgemäß ausgeführt wurden beziehungsweise man findet Verschmutzungen, die unbedingt wieder entfernt werden müssen. Man bekommt heutzutage in jedem Haushaltswarengeschäft, Drogerie oder Baumarkt Fleckentferner für Verschmutzungen jedweder Art. Auch bieten diverse Online-Shops spezielle Reiniger für verschiedene Oberflächen. Es ist, wie bereits mehrfach angesprochen, immer zu empfehlen ausschließlich milde Reinigungssubstanzen zu wählen – viele der modernen Baustoffe und Einrichtungsmaterialien sind empfindlich und müssen sehr pfleglich behandelt werden. Schmier-, Lack- oder auch Klebereste sind hartnäckig und bedürfen besonderer Aufmerksamkeit: Hier in keinem Fall übertrieben wischen! Besser ist es, spezielle Lösungsmittel vom Fachmann zu verwenden. Für ganz besonders grobe Verschmutzungen ist es ratsam, den Fachmann zu fragen.


Gesundheitliche Aspekte


Beim Bau von Wohnhäusern oder auch Wohnparkanlagen entsteht sehr viel Schmutz, Staub sowie allerlei Materialien in ihrer feinsten Form. Bei der Erstreinigung ist die Menge des Staubs besonders groß. Diese Abfallstoffe sind für die menschlichen Atemwege pures Gift, denn sie setzten sich während der Grundreinigung in der Lunge und den Bronchien fest und sorgen so für unangenehme Begleiterscheinungen wie beispielsweise Kratzen, Husten und letztendlich auch Atemprobleme. Bei Arbeiten mit viel Staub sollten deshalb preiswerte Atemschutzmasken eingesetzt werden. Diese sind bereits für weniger als ein Euro erhältlich. Beim Staubsauger schützt ein HEPA-Filter vor allem Allergiker, da die Ausblasluft fast rein ist. Starke Reinigungsmittel sollten nur bei geöffneten Fenstern verwendet werden.