Regelmäßige Heizungswartung sorgt für einen sicheren Betrieb

Ein Heizungsbrenner "arbeitet" mit jährlich rund 2.000 Betriebsstunden mehr als ein privater Pkw. Dies hinterlässt auch bei neueren Anlagen Spuren. Was beim Auto selbstverständlich ist, wird bei der Heizung aber oft eingespart: eine regelmäßige, professionelle Wartung. "Wird auf diese jährlich empfohlene Wartung verzichtet, riskiert man, dass die Heizungsanlage ineffizient arbeitet und im Extremfall sogar ausfällt", warnt Experte Lambert Lucks vom Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO). 

Das A und O sei die Reinigung des Heizkessels. "Denn Ablagerungen auf den Wärmetauscherflächen behindern die Wärmeübertragung auf das Heizungswasser. Als Folge steigt die Abgastemperatur und dadurch wird letztendlich Energie zum Schornstein hinaus geblasen." Zusätzlich stellt der Fachhandwerker die Brennerdüse korrekt ein, tauscht bei Bedarf Verschleißteile aus und prüft alle Regelungs- und Sicherheitseinstellungen. So wird ein fehlerfreier Betrieb in der kalten Jahreszeit gewährleistet. 

Auch das Entlüften der Heizungsanlage und gegebenenfalls das Auffüllen mit Wasser gehören zur fachgerechten Wartung. Bei Heizkesseln, die älter als 20 Jahre sind, lohnt es sich, über eine komplette Erneuerung nachzudenken. Denn eine moderne Ölheizung mit Brennwerttechnik kann den Brennstoffbedarf gegenüber einem alten Kessel um bis zu 30 Prozent senken. 



Nur eine gut eingestellte Heizung läuft effizient


Schuld an unterschiedlich warmen Räumen oder störenden Fließgeräuschen am Heizkörper ist oft eine falsch eingestellte Heizung. Darauf weist das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) hin. Abhilfe schafft ein hydraulischer Abgleich (hausbau-berater.de/hydraulischer-abgleich.html) durch den Fachhandwerker.

Ziel ist es dabei, für eine gleichmäßige Verteilung der erforderlichen Wärme zu sorgen. Das erreicht man durch den Ausgleich der unterschiedlichen Druckverhältnisse in den Leitungen sowie eine korrekt eingestellte Umwälzpumpe. Der Fachhandwerker ermittelt mithilfe einer Software für jeden Raum die erforderliche Wärmeleistung und stellt die optimale Vorlauftemperatur sowie die nötige Wassermenge in der Heizung ein. Oftmals empfiehlt er auch den Einbau von voreinstellbaren Thermostatventilen oder sogenannten Differenzdruckreglern. Nachdem der Fachmann die Korrekturen vorgenommen hat, gehören unnötige Wärmeverluste und Fließgeräusche der Vergangenheit an. Dann dürfen sich die Bewohner über eine optimale Wärmeverteilung im Haus und meist auch über Energieeinsparungen freuen.

Für Neubauten schreibt der Gesetzgeber den hydraulischen Abgleich vor. In alten Gebäuden besteht diese Pflicht nicht. "Wer aber seine Heizung modernisieren und dafür staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen will, kommt um den hydraulischen Abgleich nicht herum", so IWO-Experte Christian Halper. Mehr Informationen: www.zukunftsheizen.de


Fotos: djd/IWO - Institut für Wärme und Oeltechnik