Haus schlüsselfertig bauen

Viele Bauherren wünschen sich so wenig Arbeit wie möglich beim Bau des eigenen Hauses. Das Haus soll am Ende der Bauzeit schlüsselfertig zur Verfügung gestellt werden. Doch schlüsselfertig ist nicht gleich schlüsselfertig, denn viele Hausanbieter machen bei dem Begriff große Unterschiede. Daher ist es besonders wichtig, dass man als Bauherr genau hinsieht, welche Leistungen enthalten sind, wenn ein schlüsselfertiges Haus angeboten wird. 

Warum schlüsselfertig gebaut wird


Wer schlüsselfertig bauen lässt, hat meist gute Gründe dafür. Es liegt auf der Hand, dass ein schlüsselfertiges Haus mehr kostet, als der Hausbau mit Eigenleistungen. Eigenleistungen senken die Baukosten um den darin enthaltenden Lohnanteil. Dies ist der hauptsächliche Grund dafür, dass sich viele Bauherren für den Hausbau mit Eigenleistungen entscheiden.
Doch oftmals fehlt den Bauherren das handwerkliche Geschick oder das eigene Zeitmanagement lässt den Hausbau mit Eigenleistungen nicht zu. Wer jedoch denkt, dass ein schlüsselfertiges Haus nach der Übergabe sofort bezugsfertig ist, irrt. 

Was Schlüsselfertiges bauen bedeutet:


Welsche Leistungen beim schüsselfertigen Hausbau enthalten sind, wird vom jeweiligen Hausanbieter selbst definiert. Die Annahme, dass die Schlüsselübergabe gleichbedeutend mit dem Einzug ist, trifft in der Regel nicht zu. Einige Hausanbieter gehen sogar so weit, und argumentieren, dass schlüsselfertig nur bedeutet, dass ein Haus von außen komplett fertiggestellt ist, der Innenausbau jedoch nicht zu den vereinbarten Leistungen gehört. 

Leider gibt es keine gesetzliche Grundlage, die besagt, welche Leistungen den Hausanbieter dazu berechtigen, von einem schlüsselfertig übergebenen Haus zu sprechen. Bei der äußeren Fertigstellung des Hauses im Zusammenhang mit schlüsselfertigem Bauen handelt es sich um den Extremfall bei der Auslegung des Begriffs „schlüsselfertig Bauen“. 

Wer ein schlüsselfertiges Haus errichten lassen will, muss also darauf achten, dass der komplette Innenausbau vom Hausanbieter ausgeführt wird. Malerarbeiten und das Verlegen von Bodenbelag bleiben jedoch beim schlüsselfertigen Hausbau in der Regel dem Bauherrn überlassen. Die Hausanbieter gehen dabei davon aus, dass die letzten gestalterischen Arbeiten in die Hände des Bauherrn gelegt werden müssen, da für diese auch keine gravierenden Fachkenntnisse benötigt werden. 

Möchte man als Bauherr das Haus nach der Hausübergabe sofort beziehen, handelt es sich um ein bezugsfertiges Haus. Hier sind dann auch die abschließenden Arbeiten wie Tapezier- und Fußbodenarbeiten in der Baubeschreibung enthalten.

Bauherrn haben, wenn Sie „schlüsselfertig Bauen“ lesen, ein fertiges Endprodukt im Auge, was zu einem vertraglich fixen Zeitpunkt und zu einem vorher festgelegten Preis bezugsfähig ist. Wichtig ist, dass im Bauvertrag genau festgelegt ist, welche Leistungen enthalten und zu welchem Termin bestimmte Bauabschnitte fertiggestellt sind. Nur wer vor Vertragsabschluss den Leistungsumfang prüft, wird die Leistung erhalten, die er erwartet. Von dem Begriff schlüsselfertig sollte man sich also nicht allein leiten lassen. 

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