Bayern bezuschusst private Heizungsanlagen

Das Land Bayern bietet mit dem  „10.000-Häuser-Programm“ privaten Eigentümern von Wohnhäusern jetzt einen attraktiven Grund, eine Modernisierung ihrer Heizungsanlage oder den Einbau einer innovativen Anlage in ihren Neubau durchzuführen. Unter die Förderung fallen sowohl der Austausch von veralteten Heizungen in Ein- und Zweifamilienhäusern als auch die Anschaffung von modernen Heiz-/Speichersystemen.


Rahmenbedingungen für den Heizungsaustausch in Bestandsbauten

Die alte Heizungsanlage muss zwischen 25 und 30 Jahren alt und funktionsfähig sein. Bei der neuen Anlage muss es sich um eine Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Anlage, eine mit Biomasse (z. B. Pellets) betriebene Heizung oder einen Gas- oder Ölkessel mit Brennwerttechnik handeln. Für den Einbau einer Solarthermie-Anlage wird eine zusätzliche Förderung gewährt. Sofern für eine innovative Heizungsanlage bereits eine KfW-Förderung in Anspruch genommen wird, ist die Förderung auf höchstens 10 % der förderfähigen KfW-Förderung begrenzt.

Die Förderung wird als einmaliger Zuschuss gezahlt und beträgt im Einzelnen:
  • 1.000 € pro Wohneinheit (WE) für eine Heizungsanlage
  • 1.500 € pro WE für eine Heizungsanlage inkl. Solarthermie
  • 2.000 € pro WE für eine Heizungsanlage inkl. Solarthermie und Heizungsunterstützung.


Förderungen beim Einbau von innovativen Heiz-/Speichersystemen 

Das Land unterstützt sowohl bei Neu- als auch bei Bestandsbauten das Ziel eines sog. „EnergieSystemHauses“. Die Voraussetzung ist immer, dass Wohngebäude bereits über die KfW-Programme Energieeffizient Bauen und Sanieren (Programm-Nummer 151/152 sowie 430) gefördert werden. Für Neubauten gilt darüber hinaus, dass sie mindestens den KfW-Standard 55 erreichen. Modernisierte Bestandswohnhäuser müssen den KfW-Standard 115 einhalten.

Das neue Förderprogramm unterscheidet hier in zwei Förderarten:

1. Der TechnikBonus
Er ist breit gefächert und deckt verschiedene Systeme ab:
  • Für den Einbau von elektrisch betriebenen Erd-, Luft- oder Grundwasser-Wärmepumpen inkl. eines Energie-Managementsystems (Smart Grid Ready) werden einmalig 2.000 €, für gasbetriebene Wärmepumpen 2.500 € gezahlt.

  • Bei der Installation eines Photovoltaiksystems einschließlich eines Speichers und Smart Grid Ready sind je nach Ausstattung (nur Wärmespeicher/ elektrischer Speicher/ Kombination aus elektrischem Speicher und Wärmespeicher) zwischen 2.000 € und 8.000 € vorgesehen.

  • Der Zuschuss für Wärmespeicher mit einer solarthermischen Anlage richtet sich nach dessen Größe (1-3 m3) und beträgt zwischen 1.000 € und bis zu 2.000 €.

  • Bei den KWK-Anlagen (inkl. Smart Grid Ready und Wärmespeicher) richtet sich die Förderhöhe nach dem Einsatzumfang: Für eine Einzelnutzung wurden 3.000 €, für den Einsatz als Gemeinschaftsanlage 4.500 € festgelegt. Für jeden Hausanschluss an eine Gemeinschaftsanlage werden 1.500 € gezahlt.

  • Holzkessel, die über Brennwerttechnik oder Partikelabscheider in Kombination mit einem Heizwasser-Pufferspeicher verfügen, werden mit je 1.500 € unterstützt.

2. Der EnergieeffizienzBonus
Dieser Bonus ergänzt den TechnikBonus, außerdem muss das Wohnhaus zusätzlich zu den o. g. KfW-Standards diese Bedingungen erfüllen:

  • Wird ein Bestandsgebäude modernisiert, hängt die Förderung vom Heizwärmebedarf ab, der 80, 50 oder 30 kWh/m2a betragen darf. Die Zuschusshöhe liegt dann bei höchstens 3.000 €, 6.000 € bzw. 9.000 € pro WE.
  • An Neubauten werden selbstverständlich höhere Ansprüche gestellt. Ihr Heizwärmebedarf darf nur 30 oder 15 kWh/m2a betragen, was mit maximal 4.500 € bzw. 9.000 € gefördert wird.
Der EnergieeffizienzBonus ist auf höchstens 10 % der förderfähigen KfW-Förderung limitiert.


Wie bekommt man die Förderung?

Die Förderung ist zu beantragen, bevor die Maßnahme begonnen wird. Hierfür ist nur der elektronische Weg über den Link www.energieatlas.bayern.de vorgesehen. Hier werden auch weitere Informationen bereitgestellt.  
Der späteste Antragszeitpunkt ist der 30. September 2018.