Videoüberwachungssysteme: Mehr Sicherheit durch Überwachung


Der Begriff Videoüberwachung steht für die Beobachtung von Objekten mittels optisch-elektronischer Systeme. Es handelt sich dabei überwiegend um Videokameras. Besonders wenn man die Einbruchsstatistiken der letzten Jahre bedenkt, können Sicherheitsvorkehrungen wie Videoüberwachung helfen, Einbrüchen vorzubeugen oder zumindest bei der Aufklärung helfen.
Bis zu 40 Prozent der versuchten Einbrüche werden von den Tätern abgebrochen, meist aufgrund von Sicherheitsvorkehrungen, die sich als wirkungsvoll entpuppen. In den meisten Fällen gibt ein Einbrecher auf, wenn das Eindringen zu lange dauert und sich als zu risikoreich herausstellt, da sich dann das Entdeckungsrisiko zu sehr erhöht. Videoüberwachungssysteme werden hauptsächlich zur Überwachung von öffentlichen und privaten Räumen, Verkehr oder technischen Anlagen eingesetzt. 

Beobachtung und Aufzeichnung per Videokamera

Grundsätzlich kann man Videoüberwachung in zwei Kategorien unterscheiden: Überwachungssysteme mit Anzeigemonitor und Systeme, die ein Aufzeichnen der Bilder ermöglichen. Die Übertragung kann dabei kabelgebunden oder kabellos erfolgen. Moderne Anlagen verwenden heute digitale Kameras, die über ein Netzwerk an ein Computersystem angeschlossen sind. Durch spezielle Programme können noch Features, wie Gesichtserkennung, Bewegungsalarm und Aufzeichnung der Daten genutzt werden. 
Im Englischen wird zumeist von „Closed Cicuit Television“ (CCTV) gesprochen. Dieser Ausdruck bezieht sich auf das Prinzip, nach dem die Bilder einer Kamera nur an eine begrenzte Anzahl von Überwachungsgeräten gehen. Dies grenzt die Videoüberwachung von normalen Fernsehübertragungen ab, da hier das Signal an eine unbegrenzte Menge von Empfangsgeräten gesendet wird.

HD-Auflösung auch bei Videoüberwachung

In den letzten Jahren hat sich auch bei der Videoüberwachung der HD-Standard durchgesetzt. Die höhere Auflösung ermöglicht mehr Details, es können größere Bereiche beobachtet werden und auch die Kosten sind gesunken.
Videoüberwachung kennen die Meisten nur zum Einbruchsschutz, die verschiedenen Systeme können jedoch auch zur Prozessüberwachung und zum Überwachen von Produktionsabläufen eingesetzt werden. 

An folgenden Orten kann eine Videoüberwachung sinnvoll sein:
  • am eigenen Haus
  • Brennpunkte wie Schulen, Bahnhöfe, Spielplätze oder Parks
  • Ladenüberwachung (egal für welche Größe, vom Spätkauf bis zum Großmarkt)
  • Tankstellen
  • Zugänge und Einfahrten von Objekten

Oft kann es ausreichen die Eingänge zu einem Objekt zu überwachen, da so nach einer Straftat alle Personen erfasst wurden und nach den Tätern gefahndet werden kann. 

Abschreckung oder Aufklärung

Videoüberwachung kann viele Vorteile haben und kann in Verbindung mit anderen Sicherheitsvorkehrungen für einen wirksamen Einbruchsschutz sorgen. Für eine sinnvolle Anlage sollten Sie auf den Präventionseffekt, die Möglichkeit der Vereitlung der Straftat und natürlich auch auf eine anschließende Aufklärung setzen. Mit einem Videoüberwachungssystem können Sie ein Objekt auch in Abwesenheit beobachten und falls nötig Sicherheitskräfte anfordern. 
Wird die Videoüberwachung so installiert, dass Sie für den Täter schon vor dem Einbruch gut sichtbar ist, wird sich dieser gut überlegen, ob sich der Versuch lohnt. Eine versteckte Anlage kann den Täter eventuell so filmen, dass er einwandfrei identifizierbar ist. Beide Varianten haben ihre Vorteile und können auch miteinander kombiniert werden. Grundsätzlich sollten Überwachungskameras jedoch immer möglichst schlecht erreichbar angebracht werden, damit Einbrecher die Kameras nicht einfach zerstören oder entfernen.
Oft deckt eine Videoüberwachung auch vorher unbekannte Details auf. So wurde in Supermärkten beobachtet, wie seriös wirkende Kunden zwar Ihren Einkauf an der Kasse bezahlten, jedoch regelmäßig teuerste Produkte nebenbei stahlen. Der wirtschaftliche Schaden daraus war größer als aus gelegentlichen normalen Ladendiebstählen.

Was ist wirklich sicher und sinnvoll?

Für maximale Sicherheit können nur kabelgebundene Videoüberwachungssysteme empfohlen werden. Funk oder WLAN sind einfach zu anfällig für Störungen und können leichter manipuliert werden. Wichtig ist ein wetterfestes Gehäuse und möglichst Infrarot-Nachtsicht, um auch im Dunkeln ihren Zweck zu erfüllen. 

Es gibt verschiedene Kameraarten, die jede für sich ein optimales Einsatzgebiet haben. 

Zylinderkamera / Wandkamera: Die klassische Kameraform lässt aufgrund ihrer Bauart sofort erkennen, wohin ihr Sichtfeld zeigt. Dies kann zur Abschreckung durchaus sinnvoll sein und ermöglicht außerdem auch die Befestigung an allen möglichen Wänden. In ihr können viele LEDs verbaut werden, die eine gute Beobachtung bei Dunkelheit ermöglichen.

Domekamera
Diese Kamera in Halbkugeloptik besitzt ein fast blickdichtes Gehäuse, was es schwer zu erkennen macht, welcher Bereich gerade im Blickfeld ist. Außerdem können aber nur wenige LEDs eingebaut werden, was die Nachtsicht vermindert. Domekameras können normalerweise an Decken installiert werden. Durch die kompakte und kleine Bauart wirken sie vor allem in öffentlichen Räumen und Gewerberäumen unauffällig.
PTZ-Kamera
Hierbei handelt es sich um steuerbare Kameras, die es in verschiedenen Ausführungen gibt. Zusätzlich gibt es eine Zoomfunktion und einen Autofokus, um das Bild scharf zu bekommen. Entweder werden PTZ-Kameras von bemannten Zentralen genutzt oder per Autotracking, um Personen zu verfolgen. Oft bekommt man für den Preis einer hochwertigen PTZ-Kamera jedoch genügend feste Kameras, die den gleichen Bereich auch überwachen können und weniger verschleißen. 

Wie sollten Kameras angebracht werden?

Generell gilt: je niedriger desto besser. Umso höher eine Kamera installiert wird, desto schlechter können Gesichter erkannt werden. Die Faustregel hierfür ist, dass eine Kamera nicht mehr als 1,50 Meter höher installiert werden sollte, als der zu überwachende Bereich entfernt ist. Wenn also ein Bereich in zwei Meter Entfernung gefilmt wird, darf die Kamera nicht höher als 3,50 Meter hoch hängen. Eine ausreichende Höhe ist aber sinnvoll, um Vandalismus zu verhindern und dem Einbrecher ein demontieren der Kamera zu erschweren. 

Ein Anbieter für Überwachungssysteme ist zum Beispiel die IPS secure GmbH.