Billig bauen und Baumangel

Wer ein Haus baut, der achtet stark darauf, dass der Preis für das eigene Haus nicht in unerreichbare Höhe schnellt. Diesem Druck setzen sich nicht nur die Bauherren aus, sondern auch die Baufirmen und Hausanbieter werden mit dieser Tatsache konfrontiert. Viele Hausanbieter versuchen, durch preiswerte Angebote an Aufträge zu gelangen. Dadurch wird aber die Gewinnspanne negativ beeinflusst und die so suchen sie nach Möglichkeiten, ihre Kosten zu senken. 

Die Kosten für den Hausbau setzen sich vor allem aus den Materialkosten sowie auch der Arbeitskraft zusammen. Wird jedoch an diesen beiden Posten versucht zu sparen, sind Baumängel schon vorprogrammiert. Dies belegen auch statistische Auswertungen, wonach der Streitwert bei Bauschäden sowie die Häufigkeit von Baumängeln immer stärker ansteigen. 

Baumängel erkennen und wie kann man dem vorbeugen

Oftmals sind Baumängel für Laien in der Bauphase nicht oder kaum zu erkennen. Darum treten die meisten Bauschäden erst in der Gewährleistungszeit im Zeitraum von 1 bis 3 Jahre nach Fertigstellung des Baus auf. Die meisten Schäden betreffen dabei die Dichtheit des Hauses, die Wärmedämmung, den Schallschutz sowie den Brandschutz. Ist erst ein Schaden durch Pfusch aufgetreten, kann dieser mitunter zum Ruin des Bauherrn führen. 

Während Bauzeit lässt sich die Sicherheit noch am besten steuern. In der Regel werden Abschlagszahlungen nach Baufortschritt fällig. Sinnvoll ist es, die Leistungen, die abgerechnet werden sollen, zusammen mit einem Sachverständigen zu prüfen.  Dies hat den Vorteil, dass der Bauunternehmer seine Rate erst bekommt, wenn die Nachbesserung erfolgt ist. Allen am Bau Beteiligten kommt hier zugute, dass Baumängel mit überschaubarem Aufwand beseitigt werden können. 
Da viele Baumängel erst nach der Fertigstellung des Hauses festgestellt werden, sollte ein Sicherheitseinbehalt von 5 Prozent der Bausumme vereinbart werden. Optional kann der Bauunternehmer auch eine Gewährleistungsversicherung bzw. Gewährleistungsbürgschaft übergeben.  Siehe auch www.hausbau-beratung.com/bauherrensicherheit.html

Bauverträge: Sicherheit für Bauherrn und Bauunternehmen gleichermaßen

Leider sind die Bauverträge oftmals nicht klar verfasst. Sicherheiten werden nicht detailliert aufgeführt und die Leistungsbeschreibungen sind vage. Darum ist unbedingt darauf zu achten, dass beim Aufsetzen der Leistungsbeschreibungen und der eigentlichen Bauplanung keine Abstriche gemacht werden. Dies gibt der Baufirma zum einen die Sicherheit, nach welchen erbrachten Leistungen diese auch bezahlt werden und der Bauherr hat mehr Sicherheit in Bezug auf die Qualität der zu erbringenden Leistungen.  Siehe auch www.abir.eu