So sparen Sie beim Immobilienkauf Steuern

Eine eigene Immobilie - der Traum fast aller Menschen. Wenn da nicht die hohen Kosten wären. Trotz der zur Zeit historisch niedrigen Zinssätze ist der Kauf einer Immobilie immer noch die mit Abstand größte Anschaffung im Leben. Und dann müssen auch noch Steuern auf den Immobilienerwerb gezahlt werden. Doch die hier getätigten Ausgaben lassen sich zumindest teilweise wieder vom Staat zurückholen – wenn man weiß wie!

Insbesondere für diejenigen, die ihre Immobilie privat nutzen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, gezahlte Steuern über die Steuererklärung vom Finanzamt zurückzuholen. 

Grunderwerbsteuer / Grundsteuer

Die Steuersätze für Grunderwerbsteuer und Grundsteuer sind von Bundesland zu Bundesland bzw. von Kommune zu Kommune unterschiedlich. So beträgt die Grunderwerbsteuer in Bayern beispielsweise nur 3,5 %, während sie in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und im Saarland inzwischen bei 6,5 % liegt. Daher kann es sich durchaus lohnen, auch einmal im benachbarten Bundesland zu suchen. Gleiches gilt für die Grundsteuer, die nicht wie die Grunderwerbsteuer einmalig, sondern jährlich entrichtet werden muss.
Grundstück und Immobilie getrennt erwerben
Sofern der Verkäufer des Grundstücks und der Erbauer der Immobilie nichts miteinander zu tun haben und beide Vorhaben zeitlich eindeutig voneinander getrennt sind, muss die Grunderwerbsteuer nur auf den Kaufpreis des Grundstücks entrichtet werden. Hier ergibt sich ein großes Einsparpotenzial. Weitere Informationen über die Steuern beim Hausbau finden Sie auf hausbauberater.de

Sonderabschreibungen nutzen

Die Möglichkeit von Sonderabschreibungen steht insbesondere Käufern von denkmalgeschützten Immobilien offen, sofern sie das Objekt selbst nutzen. Insgesamt 90 % der Restaurierungskosten können steuerlich geltend gemacht werden, jeweils 9 % pro Jahr über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Bewegliche Güter aus der Grunderwerbsteuer herausrechnen

Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie können sogenannte bewegliche Güter aus dem Kaufpreis herausgerechnet werden. Für sie muss also keine Grunderwerbsteuer gezahlt werden. Beispiele dafür sind: separate Sauna- & Schwimmbadgebäude, Markisen, Einbauküchen usw.

Handwerkerkosten steuerlich geltend machen

Hinsichtlich der Handwerkerkosten bei Reparatur-, Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen gilt: 20 Prozent der auf die Arbeitskosten entfallenden Handwerkerleistungen dürfen steuerlich geltend gemacht werden, insgesamt bis zu 1.200 Euro pro Jahr. Um einen diesbezüglichen Nachweis zu erbringen, müssen die Arbeitskosten allerdings getrennt in den Rechnungen ausgewiesen werden.

Wohn-Riester-Aufwendungen als Sonderausgaben

Tilgungsleistungen im Rahmen des Wohn-Riester-Förderprogramms können bis zu einem Höchstbetrag von 2.100 Euro im Jahr in der Anlage AV der Jahressteuererklärung als Sonderausgabe geltend gemacht werden. Liegt der Erstattungsanspruch allerdings höher als die Summe der Zulagen, wird lediglich die Differenz erstattet.