Grundstück kaufen: darauf sollten Sie achten

Wer ein Haus bauen möchte, braucht auch das passende Grundstück. Bei der Auswahl und beim Kauf des Grundstücks gibt es aber einiges zu beachten, damit man sich am Ende auf dem Grundstück tatsächlich wohl fühlen kann. So sind die Nachbarn nicht unerheblich für das Wohlfühlen im neuen Haus. Aber auch die Bebaubarkeit und der Zuschnitt des Grundstücks sollten in die Überlegungen zum Kauf mit einbezogen werden. 

Die Lage des Grundstücks

Da die Grundstückspreise vor allem in den Ballungszentren rapide angestiegen sind, suchen viele Städter ihr neues Heim im ländlichen Raum, weil sie hier viel Geld beim Grundstückspreis einsparen können. Doch muss hier die Frage gestellt werden, ob es sich hierbei auch um das richtige Grundstück handelt, denn die Infrastruktur auf dem Land ist eine ganz andere als in der Stadt. So senkt das Grundstück auf dem Land sicherlich den Grundstückspreis, doch entstehen oftmals Mehrkosten durch einen weiteren Weg zur Arbeit und zu anderen wichtigen Dingen wie Schule, Einkaufsmöglichkeiten oder Arzt. Auch diese Faktoren sollte man bei der Wahl des neuen Grundstücks beachten. 

Die lieben, guten Nachbarn

Bei vielen Hausbesitzern hat sich nach einiger Zeit gezeigt, dass sie sich trotz scheinbar perfektem Grundstück in ihrem neuen Haus nicht wirklich wohl fühlen. Grund hierfür kann die Nachbarschaft sein. Unangenehme Nachbarn sind ein Grund dafür, dass viele Nachbarschaftsstreite losgetreten werden, die sogar derart ausufern können, dass man sich vor Gericht wiedertrifft oder gar das neue Haus verkauft, weil man seinen erhofften „Frieden“ bei der Nachbarschaft nicht finden kann. 
Daher sollte man sich bereits im Vorfeld vor Ort umsehen, mit Nachbarn sprechen und erste Kontakte knüpfen, um die Nachbarn kennenzulernen oder auch Dinge zu erfahren, die gegen den Erwerb des Grundstücks sprechen könnten. 
Störend können auch vielbefahrene Straßen, Unternehmen in der Nähe oder landwirtschaftliche Betriebe sein. 

Prüfung der Bebaubarkeit

Ergeben sich aus der Nachbarschaft und der Lage des Grundstücks keine Zweifel am Kauf, so muss man sich mit der Bebaubarkeit und dem Zuschnitt des gewünschten Grundstücks befassen. Sicherlich hat man bereits bestimmte Vorstellungen davon, wie das eigene Haus aussehen soll. Oftmals kollidieren diese Vorstellungen jedoch mit dem Bebauungsplan, den man in der zuständigen Gemeinde einsehen kann. 

Bebauungsplan
Im Bebauungsplan werden Regeln festgelegt, wie ein Haus gebaut werden darf. Dabei wird auf die Höhe, die Anzahl der Etagen, die Dachform und viele andere Dinge eingegangen. Möchte man beispielsweise ein blaues Dach haben, der Bebauungsplan verlangt jedoch ein rotes Dach, dann kollidieren die eigenen Vorstellungen mit dem Bebauungsplan. 

Grundbuch
Neben dem Bebauungsplan sollte man einen Blick ins Grundbuch werfen. Hier sind Vermerke zu finden über Steuerschulden, Besitzverhältnisse, Wegerechte und viele andere Faktoren, welche die Kaufentscheidung beeinflussen können. 


BaugrundeigenschaftenDer Baugrund sollte ebenfalls den eigenen Vorstellungen entsprechen. Dinge wie Altlasten, Beschaffenheit des Untergrunds, der Verlauf von Leitungen und Rohren, aber auch der Grundwasserspiegel können zu Mehrkosten beim Hausbau führen, die man in die Baufinanzierung nicht einkalkuliert hat.
Siehe auch hausbauberater.de/baugrundrisiko


Erschließung
Die Erschließung selbst ist ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor. Ist das Grundstück ans Straßennetz angeschlossen, sind alle notwendigen Hausanschlüsse vorhanden und ist die Abwasserfrage bereits geklärt. Fehlt eines dieser Dinge, so spricht man auch von einer Teilerschließung. Die fehlenden Anschlüsse müssen dann ebenfalls zu der Bausumme addiert werden.