Eigenleistungen beim Hausbau

Spätestens seit der Finanzkrise 2008 haben sich Immobilien als einzige vermeintlich wertstabile Geldanlagen bei der breiten Masse etabliert. Die Folge: Deutschland baut, saniert und verschönert, wo es nur geht. Der Bau des Eigenheims liegt im Trend. Immer mehr Menschen entscheiden sich für den Baukredit und gegen die Miete, denn im Gegensatz zur Mietwohnung bekommt man beim Eigenheim einen festen materiellen Wert für sein Geld. Weil das Hausbauen und die damit verbundenen Kredite allerdings nicht wirklich günstig sind, versuchen viele private Bauherren, die Kosten durch Eigenleistungen am Bau zu reduzieren. Scherzhaft Muskelhypothek genannt verlangt die Eigenleistung am Bau den Häuslebauern aber vor allem Zeit und Kraft ab. Deshalb sollte man sich gut überlegen, welche Leistungen beim Hausbau selbst getragen werden können, und für welche Bauabschnitte doch eher auf professionelle Handwerker gesetzt werden sollte.

Rein statistisch gesehen lassen sich beim Hausbau bei den Baukosten bis zu 10 Prozent durch Eigenleistung einsparen. Dafür verbringen die Bauherren insgesamt aber auch durchschnittlich zwischen 800 und 900 Stunden auf der Baustelle. Die Bauherren sparen zwar Geld, investieren im Gegenzug jedoch eine Menge Zeit. Das geht bei vielen an die Substanz, weshalb der Bau des eigenen Hauses von vielen als einer der anstrengendsten und stressigsten Lebensabschnitte empfunden wird. Da gehen nicht nur sämtliche Wochenenden für drauf, auch der Feierabend wird von der Baustelle in Beschlag genommen. Vorab sollte deshalb realistisch eingeschätzt werden, wie viel Zeit auf der Baustelle verbracht und was tatsächlich in Eigenregie geleistet werden kann.


Handwerkliches Geschick ist gefragt

Eigenleistungen während der akuten Bauphase, sprich von der Grundsteinlegung bis zum Wetterfest machen des Gebäudes, haben ein großes Einsparungspotenzial, sind mit enorm viel Verantwortung verbunden. Übernimmt der Bauherr etwa die Baustellenleitung, muss er die unterschiedlichen Handwerker koordinieren, darauf achten, dass der Zeitplan eingehalten wird und seine Bauleistungen ebenfalls innerhalb des Zeitplanes erbringen. Für Terminverzögerung aufgrund der Eigenleistung haftet der Bauherr selbst. Im schlimmsten Fall verliert er dadurch Gewährleistungsansprüche für andere Bauleistungen am Haus. Darüber hinaus sind handwerkliches Geschick und Erfahrung gefragt. Ungeübt komplexe handwerkliche Arbeiten zu übernehmen, erweist sich so gut wie nie als gute Idee. Packt man hingegen erst mit an, wenn der eigentliche Hausbau abgeschlossen ist, ist das eigene Risiko deutlich geringer, wobei auch hier zwei linke Hände keine guten Voraussetzungen sind.

Zu den Eigenleistungen, die auch Laien mit handwerklichem Geschick und Ausdauer erledigen können, zählen das Streichen der Wände, Fliesenlegen im Badezimmer, Parkett verlegen im Wohnzimmer, der Einbau von Türen im Haus und auch das Einbauen von Rollläden an den Fenstern. Letzteres lassen viele Hausbesitzer nach wie vor vom Fensterbauer erledigen, der Einbau kann jedoch auch selbst bewerkstelligt werden. Rollläden der unterschiedlichsten Arten können online bei Creon Rolladen  bestellt werden. Die gelieferten Rollläden können anschließend in Eigenleistung nach einer detaillierten Montageanleitung eingebaut werden. 
Alternativ sind auch professionelle Handwerker in der Lage, die qualitativ hochwertigen Rollläden an den Fenstern anzubringen. Wichtig ist, dass man die eigene Leistungsfähigkeit kennt bzw. realistisch einzuschätzen weiß. Denn zum Einzug ins neue Haus soll alles einwandfrei funktionieren, gut aussehen und sicher sein, ungeachtet dessen, ob die Leistung vom Profi erbracht wurde oder von einem Selbst.