Abwassergebühren sparen mit einem Gartenabwasserzähler

Abwassergebühren sind hoch und steigen kontinuierlich an. Wie das Statistische Bundesamt ermittelte, stiegen die durchschnittlichen Kosten in Deutschland hierfür zwischen 2005 und 2010 von jährlich rd. 222 € auf 243 € pro 80 m3 Abwasser und einer versiegelten Fläche von 80 m2. Dabei reicht die Spanne von günstigen 175 € in Bayern bis zu rd. 365 € in Berlin. Wer sich da beim Rasensprengen oder Gießen seiner Beete Gedanken über mögliche Einsparungen macht, ist oft mit der Installation eines Gartenabwasserzählers gut beraten. Immerhin können in größeren Gärten vom Frühling bis zum Herbst täglich 50 bis 70 Liter Wasser für die Bewässerung zusammenkommen.

Die Installation eines Abwasserzählers – eine Arbeit für den Heimwerker?


Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht, da dies bei jedem Wasserversorger anders geregelt wird. Manche verlangen die Installation durch einen Fachbetrieb, andere lassen auch die Montage durch den Grundstückseigentümer zu.

Es ist daher zu empfehlen, sich über die Bedingungen beim örtlich zuständigen Versorger zu erkundigen.

Der Zähler wird immer hinter dem „offiziellen“ Wasserzähler montiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob er sich im Keller, im Hausanschlussraum oder wie bei älteren Gebäuden üblich in einer Abwassergrube befindet.


Mit diesen Kosten muss gerechnet werden


Der Kaufpreis ist gering: In Baumärkten gibt es die Geräte ab 17 €, im Sanitärfachhandel kosten die günstigsten Modelle ab 25 €.
Wenn der Wasserversorger darauf besteht, dass ein Fachbetrieb die Montage des Zählers durchführt, sollte hierfür mit Handwerkerkosten von 100 bis 200 € gerechnet werden. Der Haken ist, dass alle Versorgungsbetriebe nach sechs Jahren Betriebsdauer ihren Kunden vor die Wahl stellen, den Zähler entweder neu eichen zu lassen oder komplett auszutauschen. Wegen der hohen Eichgebühren wird immer ein Austausch empfohlen. Damit entstehen die o. g. Kosten also immer wieder aufs Neue.

Lohnt sich ein Gartenabwasserzähler?


Das kann nur für den Einzelfall beantwortet werden. Im Internet gibt es jedoch Vergleichsrechner, die die Entscheidung erleichtern (z. B. www.bauen.de).