So solide wie aus Stein gebaut

Nichts als natürliches, unbehandeltes Holz, und dennoch so stabil wie ein massiver Baustoff aus Stein: Die sogenannte Massiv-Holz-Mauer schafft es, sehr gute statische Eigenschaften fast ausschließlich mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz zu erzielen. Die hohe Festigkeit der Massiv-Holz-Mauer und die guten Eigenschaften hinsichtlich Baubiologie und -physik haben den Holzwerkstoff zu einem beliebten Material bei Häuslebauern und Architekten gemacht. Geeignet ist der Baustoff für Wohn- und Geschäftshäuser wie auch für öffentliche Bauwerke.

Nichts als Holz

Für die Herstellung der Massiv-Holz-Mauer werden Bretter aus Nadelhölzern eingesetzt, die im Sägewerk anfallen. Diese Rohbretter werden in Längsrichtung in einem speziellen Verfahren mit Nuten versehen. Diese Nuten erzeugen Lufteinschlüsse, die im fertigen Wandelement zu einer besseren Wärmedämmung beitragen. Anschließend werden die Bretter in einem speziellen Verfahren mit Aluminium- Rillenstiften zu einem massiven Wandelement verbunden. Durch diese Art der Verbindung kann auf den Einsatz von Leimen oder anderen Zusatzstoffen verzichtet werden. Die Aluminium-Rillenstifte sind baubiologisch vollkommen unproblematisch und können zudem den Schutz gegen elektromagnetische Strahlen im Haus verbessern.

Prinzip "Tischlerplatte"

Die einzelnen Bretterlagen werden in Kreuzlagen verlegt. Diese Art der Verlegung ist mit Tischlerplatten vergleichbar und stellt sicher, dass das Holz "gesperrt" ist, also nicht arbeiten oder sich verziehen kann. Daher kennt ein Haus aus Massiv-Holz-Mauer die Probleme durch das "Arbeiten" oder "Setzen" des Holzes nicht, wie es zum Beispiel für Gebäude in Blockbauweise typisch ist. Die Wandelemente der Massiv-Holz-Mauer können in Stärken zwischen 11,5 und 34 Zentimetern produziert werden. Grundlage für die Fertigung und den Zuschnitt auf CNC-gesteuerten Maschinen bilden die Pläne eines Bauplaners oder Architekten. Am Ende des Fertigungsprozesses entsteht ein aufbaufertiges Wandelement mit allen Aussparungen für Türen und Fenster. Sogar Installationsschächte für Sanitär, Elektro und Heizung, Öffnungen für Stromauslässe oder Bohrungen für die Verschraubung der Bauteile können schon im Werk vorbereitet werden.

Schnell bezugsfertig

Der Rohbau eines Hauses aus Massiv-Holz-Mauer steht binnen kürzester Zeit. Sobald der Keller oder die Bodenplatte fertig ist, werden die Wandelemente auf die Baustelle geliefert. Die Montage erfolgt mit einem Baukran. Wenn das Haus vollständig aus massivem Holz bestehen soll, können die Decken- und Dachelemente aus den speziell entwickelten Profil-Holz-Elementen hergestellt werden. Da durch den Trockenbau nur wenig Feuchtigkeit eingesetzt wird, ist das Haus ohne große Trocknungszeiten sofort nach dem Innenausbau bezugsfertig.

Gut für Allergiker und natürlich gesund

Da bei der Herstellung keine Leime oder andere chemische Zusätze verwendet werden, ist ein Haus aus Massiv-Holz-Mauer von Natur aus emissionsarm. Bei der Verwendung diffusionsoffener Baustoffe im Innenausbau bleibt zudem die Fähigkeit des Holzes erhalten, Feuchtigkeit aufzunehmen und zu speichern und so ausgleichend auf die Luftfeuchtigkeit in den Räumen zu wirken. Sie bleibt unabhängig von der Jahreszeit relativ konstant. Die Feuchteregulierung wie auch die natürlichen Eigenschaften des Holzes sorgen zudem dafür, dass Schimmel verhindert wird.

Foto: djd/Massiv-Holz-Mauer/Architekten Franke Stenzel