Mietminderung - Wann darf die Miete gekürzt werden?

Die wohl häufigste Ursache für Rechtsstreitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter sind Mängel an der Mietsache. Sei es Schimmelbefall oder eine kaputte Heizung: Im Laufe der Zeit können immer mal kleinere oder größere Mängel auftreten. Wenn der Vermieter eine Mängelbeseitigung ablehnt, hat man als Mieter die Möglichkeit, die Miete zu kürzen. Allerdings liegt die Betonung auf Kürzen. Die Mietzahlung gänzlich einzustellen kann Konsequenzen haben. Die wohl größte wäre eine Kündigung wegen Mietrückstand zu bekommen.

Wann darf die Miete gekürzt werden?

Kann die Wohnung nicht genutzt werden oder es fehlt eine zugesicherte Eigenschaft, wie etwa die Nutzung des Dachbodens, darf die Miete gekürzt werden. Im § 535 Abs. 1 BGB ist der Vermieter dazu verpflichtet, die Wohnung in einem angemessenen Zustand zu halten.

Wie sollte man vorgehen?

Von dem Moment an, indem ein Mangel festgestellt wurde, muss der Vermieter schriftlich in Kenntnis gesetzt werden. Mit diesem Schreiben fordert man den Vermieter zur Beseitigung dieser Mängel auf. Es sollte in dem Schreiben unbedingt erwähnt werden, dass die vollständige Miete ab sofort nur unter Vorbehalt gezahlt wird. 
Innerhalb von 14 Tagen muss der Vermieter zumindest auf Ihr Schreiben regiert haben.   
Wenn der Vermieter die Mängel nicht beseitigt, kann die Miete rückwirkend ab dem Datum ihres Schreibens gekürzt  werden.

Wenn der Vermieter widerspricht

Natürlich hat Ihr Vermieter das Recht, Ihre Meinung bezüglich des Mangels nicht zu teilen. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie zunächst um ein klärendes Gespräch ersuchen. Hat der Vermieter kein Einsehen, muss eventuell ein Gericht darüber entscheiden. Optimal wäre es, wenn man die Mängel mit Fotos dokumentiert. Hilfreich sind auch Zeugen, die den angegebenen Mangel bestätigen können.

Höhe der Mietminderung

Informationen zur Höhe der Mietminderung findet man unter www.mietminderung.org.