ENEV 2014 - Energieausweis

Bis zum 01. Mai 2015 galt eine Schonfrist für fehlende Energieausweise. Der Energieausweis wurde im Rahmen der Novellierung der Energieeinsparverordnung zu Pflicht. Er enthält Angaben zur Energieeffizienz einer Immobilie. Der Energieausweis muss unaufgefordert einem Miet- oder Kaufinteressenten vorgelegt werden.

Wer bei einer Kontrolle durch die zuständigen Behörden ertappt wird, muss bis zu 15.000 Euro Bußgeld einplanen. Da lohnt es sich in der Tat nicht, sich mit der Beauftragung eines Energieberaters lange zu warten.

Was der Energieausweis aussagt

Die Angaben in der Urkunde sind theoretische Werte, die den tatsächlichen Energieverbrauch nur sehr bedingt widerspiegeln. Ausgehend von je einem theoretischen Wert für die klimatischen Verhältnisse Deutschlands und der Beheizung der Immobilie, wird ein Energieverbrauchskennwert errechnet. (Siehe auch www.niedrigenergiehaus-bauen.info/energieausweis.html)

Der tatsächliche Energieverbrauch ergibt sich jedoch in der Praxis aus dem Gebäudestandort und dem Wohnverhalten der Nutzer. Es liegt auf der Hand, dass ein Gebäude mit optimaler Wärmedämmung und moderner Heizung weniger Energie verbraucht, als ein unsaniertes Haus aus den 60iger Jahren. 

Wann der Energieausweis vorzulegen ist

Trotz der schwer nachvollziehbaren Werte im Energieausweis ist diese Urkunde bei der Vermietung und dem Immobilienverkauf dem Interessenten unaufgefordert vorzulegen. Mit Vollzug des Geschäfts (Mietvertrag oder Kaufvertrag) muss das Dokument ausgehändigt werden. (Mieter erhalten eine Kopie.)

Von großer Bedeutung ist die Umsetzung der Richtlinie für kommerzielle Immobilienanzeigen. Ob Hausverwalter oder Immobilienmakler: Sie müssen in ihren Anzeigen jeweils die Kennwerte für die Gesamtenergieeffizienz und des Primärenergieverbrauchs angeben.

Bei fehlendem Energieausweis

Sofern für das Objekt noch kein Energieausweis existiert, sollte dieser schnellstmöglich beigebracht werden. Der Hinweis, dass dieser sich noch in Arbeit befände, mag ein paar Wochen überbrücken, irgendwann jedoch ist diese Aussage nicht mehr haltbar. Kommt es zu einem Miet- oder Kaufvertrag, muss die Urkunde ohnehin ausgehändigt werden.