Planung des Daches

Das Dach des Hauses ist nach dem Mauerwerk das Bauteil, das am längsten genutzt wird. Bei seiner Planung ist daher eine langfristige Perspektive gefragt, egal ob es um einen Neubau oder die Modernisierung eines älteren Hauses geht. Denn das Steildach spielt gleich mehrere wichtige Rollen: Es ist Schutzschild gegen Regen und Sonne, Hagel, Wind und Schnee. Es ist mitentscheidend für die Energieeffizienz. Und der Raum unterm Dach bedeutet ein gutes Stück Lebensqualität, das sich vielfältig nutzen lassen und an die aktuelle Lebenssituation anpassen soll. 
Beim Neubau oder der Modernisierung des Hauses gehört eine gute Wärmedämmung auf jeden Fall dazu - sie ist auch in der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgeschrieben. In einem "Ratgeber rund ums Dach", der unter www.bauder.de kostenlos heruntergeladen werden kann, finden Bauherren und Modernisierer viele Tipps und Informationen zu diesem Thema.

Je dicker, desto besser?

Die Dämmdicke des Dachs ist in den gesetzlichen Regelungen nicht festgelegt, sondern nur die Einhaltung bestimmter Wärmedurchgangswerte, auch U-Wert genannt. Das ist auch sinnvoll, denn die Eigenschaften verschiedener Dämmmaterialien sind sehr unterschiedlich. Mit dem Hochleistungsdämmstoff Polyurethan-Hartschaum etwa genügt schon ein sehr schlanker Aufbau der Dämmschicht, um ein festgelegtes Energiesparziel zu erreichen. Das zahlt sich aus - durch weniger Materialverbrauch auf der einen und optimal genutztem Wohnraum auf der anderen Seite. Und bei einer Renovierung verändert sich das Dach gegenüber seiner ursprünglichen Form nur geringfügig.

Ist nachwachsend gleich wohngesund?

"Natur pur" erwarten viele, wenn es um Dämmungen aus nachwachsenden Rohstoffen geht. Doch viele natürliche Dämmmaterialien enthalten Brandschutzmittel und chemische Zusatzstoffe zum Schutz gegen Insekten und Mikroorganismen. Diese Zusätze können ausgasen und sind nicht immer gesundheitsverträglich. Dämmungen aus Polyurethan-Hartschaum enthalten keine Zusatzstoffe gegen Schimmel und bieten Insekten und Mikroorganismen keine Nahrungsgrundlage. Zudem setzt das Material keine Fasern frei, die Allergikern Probleme bereiten könnten.

Ist natürlich gleich nachhaltig?

Nachwachsende Rohstoffe sind bei einer umfassenden Nachhaltigkeitsbetrachtung nicht in jedem Fall die beste Wahl. Ein wichtiges Indiz ist zum Beispiel der Primärenergiebedarf, der für die Herstellung eines Dämmstoffs aufgewendet wird. Dem Institut für Bauen und Umwelt e.V. (IBU) zufolge liegt er zum Beispiel für Holzfaser bei einem Gegenwert von 39,7 Liter Heizöl je Kubikmeter. Bei Mineralwolle muss für die gleiche Menge eine Energie entsprechend 16,7 Litern Heizöl aufgewendet werden - beim Polyurethan-Dämmstoff "Bauder PIR" dagegen sind es nur 8,5 Liter Heizöl.

Auf, zwischen oder unter den Sparren?

"Die Dämmung des Dachs ist je nach Bausituation auf den Sparren, dazwischen oder unter den Sparren von innen möglich", erläutert Oliver Schönfeld, verantwortlich für den Bereich Bauen-Wohnen beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Wer die Nutzung und Gestaltung der Räume unterm Dach weitestgehend offen halten möchte, wählt am besten die Aufsparrenvariante. Im Unterschied zur Untersparrendämmung wird das Raumvolumen unterm Dach nicht verkleinert. Zudem hat man die Wahl, ob die Dachsparren sichtbar in die Raumgestaltung einbezogen werden oder hinter einer Verkleidung verschwinden sollen. So steht der individuellen Gestaltung der Mansarde als Spielboden für die Kleinen, als Hobbyraum, Rückzugsort für Teenager oder als Home-Office nichts im Weg.  

Foto: djd/Paul Bauder