Energetische Sanierung: Neuerungen für das Jahr 2015

Eine energetische Sanierung von Altbauten hat zum Ziel, den Energieverbrauch deutlich zu senken und Betriebskosten für Gas, Öl und Strom zu reduzieren. Je nach Sanierungsaufwand lassen sich die Kosten bis zu 75 Prozent senken. Für 2015 sind im Bereich „Energetische Sanierungen“ einige Neuerungen geplant. Steuererleichterungen und Zuschüsse sollen das Budget entlasten und energieeffiziente Sanierungskonzepte attraktiver machen. 

Bis zu 600 Euro Zuschuss für Vor-Ort-Beratungen 

Ab 1. März 2015 können Immobilieneigentümer bis zu 600 Euro Zuschuss für Vor-Ort-Beratungen erhalten, wenn sie einen spezialisierten Energieberater engagieren. Geschulte Gebäudeexperten beurteilen den Istzustand einer Immobilie und empfehlen sinnvolle Sanierungs- und Finanzierungsmaßnahmen. Der Höchstbetrag für Zweifamilienhäuser liegt bei 800 Euro, bei mehreren Wohneinheiten können Hausbesitzer bis zu 1.100 Euro Beratungszuschuss erhalten. Für detaillierte Erläuterungen des Beraterberichts während einer Eigentümerversammlung oder im Rahmen von Beiratssitzungen sind noch einmal Zuschüsse drin, allerdings begrenzt auf 500 Euro.

Steuererleichterungen für den Einsatz energetischer Energien 

Das Bundeskabinett hat Anfang Dezember 2014 den Beschluss bekannt gegeben, dass Hausbesitzer ab 2015 für den Einsatz energetischer Energien von Steuererleichterungen profitieren. Für diese Fördergelder will der Staat rund 1 Milliarde Euro investieren. Die energetische Sanierung muss sich auf Immobilien beziehen, die selbst genutzt werden. Tritt das Gesetz 2015 in Kraft, können sich Eigenheimbesitzer sowohl bei Einzelsanierungsmaßnahmen als auch bei Komplettsanierungen über Steuererleichterungen freuen.

Das Aus für Kleinfeuerungsanlagen 

Schon am 1. Januar 2015 dürfen laut Immissionsschutzverordnung des Bundes keine Kleinfeuerungsanlagen mehr betrieben werden, die vor 1975 gebaut wurden.
Besonders wichtig für Hausbesitzer:
Es sollte möglichst zeitnah ein Check des Kaminofens durch eine Fachfirma erfolgen. Eventuelle Nachrüstungen müssen bis zum 1. Januar 2015 abgeschlossen sein. Betroffen von der Immissionsschutzverordnung sind etwa 15 Millionen Heizungsanlagen, die mit 4-Kilowatt-Leistung arbeiten.
Für Feuerungsanlagen bis 1985 tritt die Verordnung 2017 in Kraft, für vor 1995 gebaute Anlagen ist der Stichtermin das Jahresende 2020.