Fristen für Nachbesserungen am Bau

Läuft auf der Baustelle nicht alles glatt, so ist dies für den Bauherren meist nicht nur ärgerlich, sondern immer auch teuer. Doch was tun, wenn die Handwerker schlampig gearbeitet haben oder wenn das falsche Material verwendet wurde? In diesem Fall kann der Bauherr auf eine Nachbesserung bestehen. Hierbei gilt es jedoch, einiges zu beachten. Jede Mängelrüge sollte beispielsweise schriftlich übermittelt werden, dazu muss dem Bauunternehmen eine angemessene Frist gesetzt werden.


Selbst verschuldeter Fehler?


Mängelrügen können allerdings auch negative Folgen für den Bauherren haben. Dann nämlich, wenn sich am Ende herausstellt, dass es ein Eigenverschulden war. Wurden beispielsweise Dichtungen im Sanitärbereich falsch angebracht und das ausgetretene Wasser hat dadurch die Fassade ruiniert, so wird sich das Bauunternehmen auf eine Klage einlassen. Verfahren sind jedoch zum einen äußerst langwierig, zum anderen unter Umständen teuer. Und gilt der Prozess dann auch noch als verloren, so muss der Bauherr, sofern er keine Rechtsschutzversicherung hat, für sämtliche Kosten alleine aufkommen.


Was bedeutet fristgerecht?


Bauherren haben die Möglichkeit, Mängelrügen bis zu 5 Jahren nach den Bauarbeiten auszusprechen. So lange warten die meisten jedoch nicht, sodass die Rüge sofort verschickt wird. Hier sollte allerdings beachtet werden, dass nicht alle Schäden umgehend ausgemerzt werden können. Schlechte Wetterverhältnisse oder gar Eis und Schnee im Winter können dazu führen, dass mit den Arbeiten zunächst gewartet werden muss.


Mängelrüge bei Insolvenz des Bauunternehmens


Ist das Bauunternehmen insolvent, so hat es der Bauherr jetzt extrem schwer, seine Mängelrüge durchzusetzen. Die meisten Insolvenzverwalter stellen sich sprichwörtlich quer, wenn derartige Forderungen kommen. In der Regel ist in der Insolvenzmasse nicht genügend Geld vorhanden, um Ansprüche zu regulieren. Zum anderen muss der Bauherr seinen Anspruch vor dem Insolvenzverwalter zunächst glaubhaft machen. Ohne Stress geht jetzt nichts mehr.
Um solchen Fällen vorzubeugen, lohnt es sich, vor Vertragsabschluss eine Sicherungsbürgschaft anzufordern. Auch ist es empfehlenswert, einen Teil der Forderung zurückzubehalten. 

Mehr Informationen finden Sie auf www.hausbauberater.de/baurecht