Lieber Himmel, schon wieder Schimmel (im Bad)

Wenn in einem Raum eine hohe Luftfeuchtigkeit entsteht, die keine Möglichkeit zum Entweichen hat, kann sich schnell Schimmel entwickeln. 

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Was viele nicht wissen: Das Ganze passiert auch oder gerade bei niedrigen Temperaturen und natürlich besonders schnell im Bad.
Hohe Luftfeuchtigkeit erkennt man hier zum Beispiel an beschlagenen Spiegeln und Fenstern, an einem unangenehmen feuchten Gefühl auf der Haut beim Betreten des Badezimmers und an feuchten Duschvorhängen oder Handtüchern.
Schimmel entsteht unbemerkt und macht sich dann durch hässliche schwarze Flecken an den Wänden und zum Beispiel an den Silikondichtungen von Waschtischen und Wannen bemerkbar. 
Das sieht nicht nur unschön aus, es ist auch in hohem Maße gesundheitsgefährdend.

Vermieden werden kann Schimmel nur durch ausreichendes und regelmäßiges Heizen und Lüften es Bades. Direkt nach der Entstehung von Wasserdampf, zum Beispiel nach dem Duschen, sollte das Bad ordentlich gelüftet werden. Fehlt das Fenster, sollte man die Tür offen stehen lassen und den elektrischen Lüfter einschalten. Duschvorhänge sollten ausgebreitet und Wannenränder und Duschwände abgetrocknet werden.

Ist bereits Schimmel entstanden, kann man kleine Flächen mit 70-prozentigem Alkohol aus der Apotheke beihandeln. Großflächiger oder wiederkehrender Befall sollte von einem Experten begutachtet werden. Er kann dann die passenden Maßnahmen empfehlen. 
Da sich in Fugen Wasser und Schmutz ansammeln, sollten die Fugen alle 10 Jahre, bei sehr guter Pflege nach 20 Jahren neu verfugt werden. Das Bad ist also nicht nur für die eigene Körperpflege von großer Bedeutung, es sollte auch selbst viel Aufmerksamkeit und  Pflege erhalten. 

Schimmelvermeidung bei Sanierung oder Umbau

Wer sich ein neues Bad einrichtet, sollte sich im Vorfeld eingehend informieren, was man alles zur 
Schimmelvermeidung tun kann, welche Materialien man am besten einsetzen sollte und wie man kalte Ecken vermeidet. 
Statt zum Beispiel ein Bad raumhoch zu fliesen, sollte ein Teil mit Kalkputz versehen werden. Für die Fugen sollte Spezial-Silikon benutzt werden, das es heute auch schimmelhemmend gibt. 

Bei älteren und fensterlosen Bädern können auch im Nachhinein Maßnahmen wie der Einbau einer guten Lüftungsanlage oder die Neuverfugung mit schimmelhemmendem Silikon einen wesentlichen Beitrag zur Schimmelvermeidung leisten. Daran sollte nicht gespart werden, denn es ist ein wichtiger Beitrag für die eigene Gesundheit, die durch Schimmelbakterien stark geschädigt werden kann. Nutzen Sie alle Möglichkeiten für ein sorgenfreies Genießen des wichtigen Lebensraums Bad.